Philipp Nordmann - Gütersloh

Ölheizung und Gasheizung haben ausgedient, die Wärmepumpe ist der Stand der Technik !

kurz vorab wegen der großen Resonanz auf diese Seite : Sie wohnen nicht im Umkreis von Gütersloh, haben aber diese Seite gefunden, weil Sie sich über Wärmepumpen informieren möchten.
Bitte kontaktieren Sie einen guten Heizungsbauer in Ihrer Region, und fordern Sie ihn heraus, Ihnen eine Wärmepumpenheizung anzubieten, im Sinne Ihrer Geldbörse, im Sinne Ihres Gewissens gegenüber der Umwelt und natürlich im Sinne des Klimas. Danke!


Das Zeitalter der fossilen Energieträger Heizöl und Erdgas ist vorbei, der Klimawandel fordert Handeln und Umdenken.
Genauso wie im Automobilsektor, wo der Trend rapide weg von Diesel und Benzin hin zur Elektromobilität geht, verändert sich gerade die Heizungstechnik.

Die Dekarbonisierung der beheizten Gebäude ist eine der großen Aufgaben der sehr nahen Zukunft, wenn wir die selbstgesetzten und notwendigen Klimaziele erreichen wollen. Die `Wärmewende' muss definitiv kommen!
Für den Privathaushalt im Einfamilienhaus wie auch für den Eigentümer eines Mehrfamilienhauses bedeutet dies: Hin zur Elektro-Beheizung mit der Wärmepumpe, natürlich mit zertifiziertem Ökostrom und im Idealfall unterstützt entweder durch eine hauseigene Photovoltaikanlage mit direkter Eigennutzung des selbsterzeugten Solarstroms oder durch eine hauseigene thermische Solaranlage, denn keine Energie ist günstiger als die kostenlose von der Sonne!

Egal wie alt Ihre alte Heizung ist:
Die Verbrennung von 1 Liter Heizöl verursacht generell ca. 2,9 kg CO2 .

Die Verbrennung von 1 m³ Erdgas verursacht generell ca. 2,6 kg CO2.
Eine alte Heizung aus den 1970er Jahren verursacht also fast so viel CO2 wie 1 Bundesbürger statistisch im ganzen Kalenderjahr, incl. Autofahrten etc. !
Und eine für die meisten von uns gar nicht mal so alte Heizung aus den 1990er Jahren ist auch nur um ca. 20 % besser.
Ab 2021 werde Erdgas und Heizöl teurer, nämlich entsprechend der neuen Co2-Steuer um EU 25,- je Tonne verursachtem Co2. Für Erdgas bedeutet dies eine Preiserhöhung von ca. 6,5 Cent je m³, für Heizöl ist dies ein Aufschlag von ca. 7,2 Cent je Liter. Und ab 2022 wird diese Steuer jährlich höher: 2022 = EU 30,- , 2023 = EU 35,- , 2024 = EU 45,- , 2025 = EU 55,- , ab 2026 wird es weiter ansteigen, aber die Werte stehe noch nicht fest.

Die Wärmepumpe gibt es schon viele Jahrzehnte, aber in den vergangenen Jahren ist diese Heizungstechnik extrem weiterentwickelt worden, nicht zuletzt durch neue Kältemittel, bessere Kompressoren und hochintelligente Steuerungstechnik.

Die Bundesregierung fördert den Umbau weg von Ölheizung bzw. Gasheizung hin zur Wärmepumpen-Heizung mit bis zu 45 % der Gesamtrechnung (siehe auch Förderung).
Somit ist die Wärmepumpe heute quasi vergleichbar teuer wie eine neue aber nicht geförderte Gasheizung.
Zum Vergleich: Ein E-Auto wird mit ca. EU 6000,- pauschal gefördert. Hier im Heizungsbereich sind Förderungen von mehreren Zehntausend Euro je Anlage möglich.

Mit dem Einbau einer reinen Wärmepumpen-Heizung sparen Sie

  • die jährlichen Schornsteinfeger-Gebühren
  • die monatliche Grundgebühr für den Gasanschluss
  • eine Wärmepumpe ist in der Regel wartungsarm (siehe auch Wartung und Pflege)

Und auch die Warmwasserbereitung wird mit der Umstellung auf eine Wärmepumpe perfektioniert: Standard ist heute in der Regel kein überdimensionierter Warmwasserspeicher mehr, in dem das Warmwasser ggfs. tagelang steht und im schlimmsten Fall verkeimt und ein Legionellen-Problem entsteht, sondern hygienisch einwandfreie Frischwassermodule, in denen das benötigte Warmwasser `just in time' erwärmt wird und sofort zur Verfügung steht.

Perfekt für den Betrieb einer Wärmepumpe ist eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur im Heizungssystem, idealerweise also eine Fußbodenheizung im gesamten Haus. 
Im Bestand ist dies nicht immer der Fall, häufig gibt es die Situation mit z.B. Fußbodenheizung im Erdgeschoss (Wohnzimmer, Esszimmer, Badezimmer) und mit Heizkörpern in den Schlafzimmern, oder mit ausschließlich Heizkörpern im ganzen Haus.
Dies ist heute kein großes Problem mehr: Erfahrungsgemäß sind die Heizkörper früher zu groß ausgelegt worden, sie reichen also häufig auch bei einer niedrigeren Vorlauftemperatur um die Räume doch noch zu beheizen. Falls doch einige Räume nicht mehr warm genug werden, werden die Heizkörper dort vergrößert. Auch dies ist in der Förderung inbegriffen, muß aber bereits bei der Beantragung mit einkalkuliert werden.
Alternativ gibt es Hybrid-Anlagen, d.h. in speziellen Fällen wird zusätzlich zur Wärmepumpe eine Gas-Brennwertheizung installiert für die Spitzen im Wärmebedarf des Gebäudes, um z.B. in einem Mehrfamilienhaus die Warmwasserbereitung zu unterstützen, da mehrere Mieter gleichzeitig duschen könnten und die Wärmepumpe dann diese großvolumige Warmwasserversorgung nicht mehr schafft. Dies wird im Planungsgespräch vor Ort intensiv besprochen!

Für ein Planungsgespräch können Sie als Hauseigentümer sich vorab schon Gedanken machen sowie Unterlagen zusammen suchen:

  • Wo wäre ein möglicher Standort der Wärmepumpe draußen, idealerweise möglichst nah am Haus ? (siehe auch Aufstellung)
  • Haben Sie aus der Bauphase bzw. in Ihrer Bauakte Ihres Hauses eine Wohnflächenberechnung und im Idealfall auch eine Heizlastberechnung ?
  • Wissen Sie, wie hoch in den letzten Jahren in der Heizperiode bei kalten Außentemperaturen (z.B. bei -5° C oder kälter) die Vorlauftemperatur in Ihrer Heizungsanlage war ?

Referenzen gefällig ? Einige ausgewählte Projekte finden Sie auf www.gebaeudesanierung.net

Hier zusätzlich eine Bilderstrecke zum Thema `Alte Ölheizung raus und neue Wärmepumpe rein'

vorher:

alter Wechselbrandkessel mit 42 kw Heizleistung
Der Kunde hat primär mit Heizöl gefeuert, nach Bedarf auch mit Holzscheiten

Für die Holzfeuerung waren 2 große Pufferspeicher notwendig, insgesamt 4000 Liter Volumen
Der Raum war der mit Abstand wärmste im ganzen Haus, die Küche darüber mußte quasi nicht geheizt werden

alter Heizungsverteiler für Heizkörper und Fußbodenheizung

nachher:

Der Heizungsraum nach dem Austausch Öl-Holz-Heizung gegen Luft-Wärmepumpe:

Links der große Energiespeicher insbesondere für die thermische Solaranlage auf dem Dach, in der Mitte das Innengerät der Split-Wärmepumpe mit den Heizungspumpen und der kompletten Steuerungstechnik, rechts der hyrdaulisch notwendige Kleinspeicher zur Gewährleistung der Umlaufwassermenge der Wärmepumpe

Das Außengerät der Split-Wärmepumpe, aufgestellt auf Bordstein-Formsteinen, positioniert über einem Kiesbett zur Aufnahme des anfallenden Kondenswassers
Dieses Split-Wärmepumpe hat übrigens einen Design-Preis gewonnen ... 

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